(CD, Sunny Bastards)
Das zweite Album der Münchner, deren Bandname Schlimmes vermuten lässt. Doch der Inhalt weiß zu gefallen. Oi!-Musik mit Stil und Tradition, wie man es von deutschen Skinhead-Bands nur selten sieht und hört. Elf Songs, die ohne Kompromisse reinknallen und bis auf zwei Lieder auf Englisch gehalten sind. Unbedingt reinhören! Kay
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(CD, Wolverine)
Kopf dieses Trios ist Karl Cloey K., auch bekannt durch seine Aktivitäten bei Up To Vegas oder den Flintstones. „Walking Down 10th Street“ ist der zweite Longplayer seiner neuen Band. Es ist wenig erstaunlich, dass der Hörer hier soliden Psychobilly präsentiert bekommt. Dieser Musikrichtung wird ja des Öfteren vorgeworfen, wenig abwechslungsreich oder innovativ zu sein. Na ja, ganz kann man das nicht abstreiten, aber ich mag das Zeugs halt und daher ist es mir egal. So bleibt nur ein Fazit: Ein solides Psychobilly-Album ist eine große Sache. Toll. Klasse. Und die Band, die Innovativität am besten ignoriert hat, waren eh die Ramones – gefolgt von AC/DC und Mötörhäëd. Also … HH
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(EP-Format, 76 Seiten, 3 Euro + Porto, www.moloko-plus.de )
Na, wenn der Torsten aus Dorsten schon so lieb bittet, dass wir seine Jubiläums-Ausgabe nicht zerpflücken sollen, dann will ich ja nicht so sein. Naja, aber auch so ist die Ausgabe 17,5 Jahre nach dem Start wieder recht ansehnlich geworden. Das Cover der klebegebundenen Ausgabe ist der Band Die Alliierten gewidmet, also der Band, die die erste deutsche Skin-Scheibe veröffentlichte. Die Story ist zwar interessant, aber auf neun Seiten zu breit getrampelt und hat so ihre Hänger. Wesentlich besser fand ich die Artikel von und mit Gaz Stoker, Mad Butcher Mike, Pork Pie Matze oder Pogorausch. Des weiteren finden sich viele weitere Themen und Bands, die mal mehr – The Cute Lepers – mal weniger toll sind – Mummys Darlings. Schade finde ich hingegen, dass der Cheffe selbst, es erneut nicht schafft, mehr als einen Fußball-Artikel zu tippen. Na, und auf KB als Werbepartner sollte man doch auch längst verzichten können, oder? Bocky
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(CD, Crazy United Records)
30 Jahre OHL und immer noch im Widerstand – gegen wen eigentlich? Ich glaube, das wissen die Jungs selbst nicht so genau. Auf jeden Fall hat der Hass auf Religion verschiedenster Kulturen ein neues Ausmaß angenommen, und so hämmert Sänger Deutscher W. mit seinem monotonen Sprachgesang seine Texte in Begleitung aggressiver Musik in die schlechte Welt hinaus. Manchmal fragt man sich, ob der Typ selbst nach seiner Schulzeit noch in die Kirche musste. Sehr fragwürdig! Kay
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(A5, 32 Seiten, nur Porto, www.outspoken-magazine.com )
A5er für lau. Hab’s auf ’nem Konzert in Köln gegriffen und war erst mal nur überrascht, dass es das Outspoken für umme geben soll. Das Heft ist recht dünn, das heißt 32 Seiten, andererseits finanziert es sich durch extrem wenig Werbung, gerade mal drei Anzeigen konnte ich entdecken. Es handelt sich beim Outspoken um ein reines Hardcore-Zine, eines welches sich im Speziellen mit Vegan/Straight Edge-Bands befasst, ich kann gar nicht sagen, ob eine der gefeatureten Bands nicht straight ist. Interviews bilden den Kern des Heftes, anbei gibt es eine kurze Einleitung, zwei Buchrezensionen, einen Bericht über NSHC/Das rechte Problem in der Hardcoreszene und einen Tourbericht. Die Interviews sind teils in Englisch, teils in Deutsch und manche sind komplett ohne Einleitung abgedruckt. Bei xRepresentx habe ich keinen Schimmer mit wem, geschweige denn mit wem von was das Interview geführt wurde. Egal, weiter interviewt werden xEdgex – drogenfreier HipHop mit Hardcorewurzeln (ihr bekommt langsam mit in welcher Gasse man sich hier bewegt?), The Platoon, xDestroy Babylonx (das x spricht man nicht mit, ist nur zierendes Beiwerk) – über die ich dann im Internet erfahren habe, dass sie aus Turin kommen, Deadlock, Fallbrawl, Watch My Anger Grow, www.alles-vegetarisch.de , Intohimo, Pete – Times Of Grace Tattoo (bester Typ, zu empfehlen!) und Casting Curses. Kolumnen sucht man hier vergebens, der Inhalt ist informativ aber ein wenig austauschbar. Zudem bekomme ich den Eindruck eines Wachturm-Plagiats nicht aus dem Kopf. Das mag daran liegen, dass einem ständig dieser eine Way-Of-Life unter die Nase gerieben wird. Vergessen wir nicht, das Heft ist umsonst und einige der Interviews lesen sich ganz vorzüglich. dennisdegenerate
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(Intimkleidung für die Dame, www.myspace.com/mondoguzzi)
Wenn Mondo Guzzi mal musikalisch nichts Neues produziert haben, halten Mannheims beste Schweinerocker der Welt ihren Laden halt anders am laufen. Gerne mittels hübschen Gimmicks, Merchandise genannt. Das diesbezügliche Meisterstück ist wohl der Mondo Guzzi-Damenslip, welcher angeblich mit dem Bandschriftzug bedruckt sein soll. Für diese Besprechung wurde mir allerdings kein Probeexemplar zugeschickt, mutmaßlich da ich keine Dame bin. Laut Aussagen der Bandmitglieder soll mittlerweile jede zweite Dame Mannheims mit einem solchen Textil ausgestattet sein. Aber jede Dame, welche sich in meiner Gegenwart entkleidete, trug andere Wäsche. Entweder hat sich blöderweise die andere Hälfte der Mannheimer Damenwelt vor mir entkleidet, oder Mondo Guzzi haben mal wieder Mannheim mit Ludwigshafen verwechselt. Auch wenn sich noch keine Dame gefunden hat, welche zu ihren Mondo Guzzi-Slip steht, beschwören die Herren Schweinerocker, dass dieses Wäschestück wirklich existiert und formvollendet sein soll. Und das glaub ich jetzt mal … HH
www.myspace.com/mondoguzzi
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(CD, www.myspace.com/mariandthekrauts )
Momentan bestehende Punkbands aus Mannheim kann man wirklich an einer Hand abzählen. Da tut es gut, dass vor einiger Zeit Marianne Kaffeekanne sich drei Jungens unter den Arm geschnallt hat und sie in einen Proberaum geschleift hat. Seither produziert die Kapelle dort knochentrockenen und beinharten Oi!-Punk mit weiblichen Gesang. So richtig cool ist die Chose eben, weil ich Mari seit mindestens 13-14 Jahren kenne und wirklich viel mit ihr erlebte. Aber auch den Rest der Band kenne ich schon seit einigen Jahren und stürzte mir so schon die ein oder andere Kaltschale mit ihnen in den Rachen. Alleine schon an diesen Beschreibungen kann man sich vorstellen, in welche Richtung die Band zielt. Das ist bodenständiger Punkrock, der wunderbar die Themen des alltäglichen Wahnsinns beschreibt. Seid gespannt auf das Interview in der nächsten Ausgabe! Bocky
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(CD, Psycho T Records)
Das Debüt der Horsemen landete auch schon in meinem Rezessions-Päckchen. Ich war schwer begeistert. Und so waren meine Erwartungen diesmal sehr hoch angelegt. Und ich wurde nicht enttäuscht. Genialer Rocka-Psychobilly’n'Roll. Nahezu klassisch. Im Infozettel steht was von „Rockin’ Psycho Boogie“. Das ist auch sehr treffend. Ja, der Begriff Boogie muss hier genannt werden. Boogie! Alles richtig gemacht. HH
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(CD, TNS Rec.)
Das durchwachsene Wetter in Schottland scheint bei den Jungs und Mädels aus Glasgow bisher noch nicht sonderlich aufs Gemüt geschlagen zu sein. Auf „Always Looking Forward” regiert jedenfalls das Serotonin das Tonwerk, das sich zwischen den Mad Caddies, Mighty Mighty Bosstones und Madness recht wohl zu fühlen scheint. Hebt jetze den Kontinenten nicht aus den Angeln, ist aber durchaus kompetent bewerktstelligt und wird bei den Affinierten der oben Genannten mit Sicherheit seine Freunde finden. Und immerhin kommen die englischen Bands dieser Sparte ohne „Ska” im Bandnamen aus, ganz im Gegensatz zu den hiesigen (A propos: Wo bleiben eigentlich BlasSKApelle?!). Snitch
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