(CD, Fatsound Records)
Radio Havanna legen mit „Lauter Zweifel“ bereits ihr drittes Studio-Album vor. Mir war die Band zwar bislang ziemlich unbekannt, aber dieses Album überzeugt mich. Flotter, gut gespielter, melodischer Punkrock mit engagierten deutschen Texten. Die Band ist auch über die Musik hinaus aktiv und ist für die Menschenrechtsorganisation Oxfam einige Kilometer gelaufen, um Geld für die Organisation zu sammeln. Außerdem engagierten sie sich in der Vergangenheit für die „Stop Thor Steinar“ -und „Kein Bock auf Nazis“-Kampagnen. Durchaus empfehlenswert! Martin
Einsortiert in Reviews | Kommentare deaktiviert
Hallo Ihr da.
Meine Bitte: Könntet Ihr ein Rund-Mail versenden mit dem Text:
Punk im Pott 2010: Ich bin mit meinem Auto und einigen Punks darin und darauf auf dem Parkplatz gefahren. Nun behauptet die Polizei, dass eine Person vom Auto gefallen sei und ich Leib und Leben von anderen Menschen gefährdet hätte und auch Sachgut. Das ist absoluter Blödsinn.
Wer war am 27.12.2010 im Oberhausen und hat die Fahrt mit dem Chrysler Voyager beobachtet oder gar daran teil genommen?
Es werden wichtige Zeugen gesucht.
Bitte dringend melden bei:
Susanne eMail: Susimon@arcor.de
Wäre super, wenn Ihr mir helfen könntet. Danke.
Einsortiert in Interessantes | Kommentare deaktiviert
(A5, 32 Seiten, 1 Euro + Porto, www.sn-punx.de )
Das SN-Punx ist wohl eher ein kleines und relativ dünnes Fanzine, das sich auf die lokale Szene konzentriert – also auf Schwerin und Umgebung. Für mehr bietet der Inhalt aber auch kaum Ansatzpunkte. Okay, die Jungs sind mit ihrer Arbeit und ihrem Engagement am SN-Punx-Label und einigen örtlichen Einrichtungen (z.B. Café Subversiv) wahrscheinlich auch zu ausgelastet, um jetzt noch das große Presse-Ding auf den Markt zu schmeißen. Und so wird das Fanzine eher dazu genutzt, dem geneigten Lesevolk einen Rundbrief mit Erlebnisberichten zu präsentieren. Natürlich nicht ganz uneigennützig wird dann schon mal mit Borderpaki eine Label-Band gefeaturt. Kann man, muss man aber nicht. Heraus gekommen ist trotzdem ein ganz nettes Interview, in dem es um Bandgeschichte, das neue Album, das Taugenix und die heimatliche Szene in Neumünster geht. Ansonsten gibt’s wie gesagt hauptsächlich Berichte von irgendwelchen Fahrten zu Festivals und Konzerten. Das reißt mich jetzt nicht gerade vom Hocker und solche Artikel sind sowieso ja auch höchstens mal für Leute interessant, die die Schreiber auch kennen. Dem Rest dürfte das hier so ziemlich am Arsch vorbei gehen. Ist auch alles nur so semi-lustig bis zusammenhanglos und oberflächlich. Stöfn hat allerdings mal seine Gedanken zum Thema „Was darf ein Punk-Konzert heutzutage eigentlich kosten?“ zusammengefasst und ist zu einem sehr vernünftigen Ergebnis gekommen. Das könnte ich so auch unterschreiben. Und irgendwelche Hohlbirnen, die meinen sechs Euro für vier Bands wären deutlich zu viel, können mir sowieso gestohlen bleiben. Okay, das SN-Punx-Zine ist mir zwar inhaltlich viel zu dünn – ich meine nicht den Umfang, sondern das was in den Texten vermittelt wird – und hat nach oben noch ganz viel Luft, aber ich würde mal sagen, daran kann man was ändern. An der Attitüde gibt’s rein gar nichts auszusetzen. Bitte unbedingt weiter machen. Obnoxious
Einsortiert in Reviews | Kommentare deaktiviert
(CD, Aggressive Punk Produktionen)
Rawside gibt’s ja nun auch schon eine ganze Weile und auf „Widerstand“ wird konsequent weitergeführt, womit sich die Band einen Namen gemacht hat. Straighter Hardcore Punk mit derben Sound und „direkten“ Texten, teils in Deutsch, teils in Englisch. Zu den Texten kann ich leider nicht viel mehr sagen, da die vorliegende Promo-CD kein Booklet hat, aber das, was ich auf Anhieb beim Hören verstehen konnte, erinnerte schon an die vorherigen Veröffentlichungen von Rawside. Wie ernst ich Lyrics wie „Widerstand gegen Deutschland“ noch nehmen kann, wenn eines der Bandmitglieder nebenbei noch bei einer Metal-Band spielt, welche kürzlich erst mit Nazivorwürfen zu kämpfen hatte, und sich daraufhin von „jeglichem Extremismus“ distanzierte, steht auf einem anderen Blatt. Schade, denn ansonsten gefällt mir „Widerstand“ ganz gut. Das „Hardcore Punk Siegel“ hat mir auch ein kleines Nostalgielächeln ins Gesicht gezaubert. Chris
Einsortiert in Reviews | Kommentare deaktiviert
(CD, Destiny Records)
Zum 13-jährigen Bandjubiläum der Celler Jungs kommt nun eine Best-Off…-Scheibe. Sehr gut. Wie gewohnt spielen Rasta Knast melodischen Schweden-Punk in Deutsch und in anderen, mir unbekannten Sprachen. Die 23 Songs sind alle in diesem Jahr mit der derzeitigen Besetzung neu aufgenommen. Zugreifen kann ich da nur sagen, bei Rasta Knast kann man nichts falsch machen. Alex
Einsortiert in Reviews | Kommentare deaktiviert
Was man von dem Herausgeber des ältesten deutschen und international zweitältesten Fanzine halten soll, darüber scheiden sich die Geister.
Ich für meinen Teil lege dafür für Jan (fast) meine Hand ins Feuer.
Aber mal die persönlichen Befindlichkeiten außen vor gelassen, kann man sagen, was man will, das TRUST hat Pionier-Arbeit geleistet und ist mit Sicherheit extrem wichtig für die Punk- und HC-Szene der 80er und 90er gewesen. Aber auch heute noch erscheinen in dem Fanzine wirklich heraus ragende Artikel.
Dementsprechend soll das Jubiläum gebührend gefeiert werden. Hier was Dolf himself zum Action-Day zu vermelden hat:
TRUST NO BULLSHIT: 25 Jahre Trust Fanzine
Jubiläumsausgabe Trust # 148, Juni/Juli 2011
Jubiläumsfeier in Bremen am 3.6.2011 mit NO MEANS NO, LEATHERFACE, SEX JAMS weiterlesen →
Einsortiert in Interessantes, Veranstaltungen | Kommentare deaktiviert
Riot Reiser – BESSER ALS KRIEG BESSER ALS FRIEDEN
Na wenn das mal keine Aussage ist!
Leider ist die Band noch nicht so bekannt, weil sie noch keinen Tonträger raus hat. Wobei, wir sind hier ja auch im Internet … Wie dem auch sei, die Jungs gehen im Juni auf Tour und haben dann ihre erste 7´ dabei. Problem an der Sache, sie müssen noch ein paar Off-Days füllen. Schaut euch die Daten an und helft der Bande – riotreiser@web.de. Wer nicht die Katze im Sack ins Haus holen will, soll sich eben bei YouTube informieren.

3.6. Leipzig @ Atari with Sick Times
4.6. Belrin @ tba
5.6. Hamburg/Hannover ???
6.6. tba ???
7.6. Bonn @ Bla with Social Circkle
8.6. ???
9.6. Bielefeld @ AJZ with KPX
10.6. Gießen @ Ak 44 with Modern Pets
11.6. ???
12.6. ???
Einsortiert in Interessantes | ein Kommentar »
Klar gibt’s nicht nur aktuelle Platten, die hier so bei uns rumlungern. Auch ein ganzes Rudel Fanzines hat es sich seit der letzten Ausgabe hier breit gemacht. Na und da einige bis zu unserer kommenden Nummer wahrscheinlich nicht mehr so taufrisch sind, sollt ihr nun erfahren was der Blätterwald so hergibt:
young and distorted ist ein klassisches Punk-Fanzine, dessen Herausgeber vor gar nicht all zu langer Zeit die sechste Nummer veröffentlicht haben. Die kostet 2 Tacken, die für 64 A5 Seiten vollkommen in Ordnung sind. Am interessantesten fand ich das Gespräch mit dem einen Officer Friendly Mitglied. Jetzt hab‘ ich richtig Lust mal etwas von denen zu hören. Denn der Typ hat ziemlich was auffem Kasten und auch was zu sagen. Ähnlich erging es mir bei Agrotoxico, bloß dass man die eben schon kennt. Ein weiteres Highlight, aber eben bei uns um Längen besser (hüstel) ist der Bericht von den Modern Pets über sich selbst. Außerdem gefallen hat noch der in mehrere Teile über das Heft verteilte Artikel über die frühe Punkszene in Wien. Weniger der Burner waren hingegen die etwas zähen und lahmen Kurzgeschichten. Doch alles in allem das beste Österreichische Punkzine!
Das Gaybarzine aus der Gegend südlich von Kaputtgart hat ebenfalls 64 A5 Seiten, erscheint aber erst zum dritten Mal und was es kostet müsst ihr selbst rausfinden. Ansonsten sind die Macher wohl sehr jung, da es viele Meinungen und Gedanken zu Themen wie Veganismus oder der Gender-Diskussion gibt. Hervorragend ist natürlich das Interview und Vorstellung von Lux, der Tübigens bestes Punklabel „That Lux Good“ betreibt und in diversen Bands auch noch sein Unwesen. Klasse fand‘ ich auch die mehrseitige Foto-Hate-Story, weiterlesen →
Einsortiert in Reviews | 4 Kommentare »
(CD, Majorlabel)
Der Auflösung knapp von der Schippe gesprungen, den Fliehkräften des Personalkarussells getrotzt und mittlerweile nur noch zu dritt – von EA 80 ist nur noch Maul (voc/git) dabei – haben sie einen Neuanfang gewagt. Die alten Nummern wurden auf Eis gelegt und man hat sich nur auf die neuen konzentriert. Diese klingen noch eindeutig nach dem Wave-Punk von Serene Fall, insgesamt aber von den Harmonien her rockiger, jedoch ohne die gewohnten Gitarrenwände. Vom Sound kommen sie deutlich moderner daher. Natürlich schürfen sie inhaltlich weiterhin in den Abgründen der menschlichen Existenz und es ist genau dieser Tiefgang, der die Band so abhebt von vielen anderen. Die Kombination von Wave und Punk ist zwar nicht neu, aber zurzeit eher wenig verbreitet und daher erfrischend untrendy. Wegen dem wunderbaren Refrain ist mein Favorit auf der CD die Nummer 5 „Such A Strange… (Day)“. 13 Tracks, 67 Minuten. Flo
Einsortiert in Reviews | Kommentare deaktiviert