Ein Armutszeugnis aus dem Hause Off
EINEN AALSTRICH ANMUT UNTERM KIEL
Heiland Sack, ich habe es schon gewusst, seitdem ich Oliver Obnoxious damals als vermeintlichen Experten zum Thema „Jung, dynamisch, sorgenfrei – Deutschlands neue Millionäre” bei Vera am Mittag gesehen habe. weiterlesen →
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A MODEST PROPOSAL – Direct Action Beats Legislation
(CD, Endless Grind Records)
Ist das jetzt Emo oder was? Ich habe keine Ahnung, habe ich mich doch nie ernsthaft mit der Sub-Subkultur befasst, die für ihren schlechten Geschmack betreffs Frisuren, Kleidung, Geldbeutel und Holzkettchen bekannt ist. Der Quoten-Jan-Mann aus Mannheim, der ansonsten aus dem Raum Köln stammenden, sehr melodischen Kombo, konnte mir diesbezüglich auch keine Auskunft geben. Er weiß jedoch: Der Bandname lasse sich von Jonathan Swifts gleichnamiger Satire ableiten. Jener wollte auf etwas verwunderliche Weise die Hungersnot in Irland bewältigen (bitte nachlesen!) und die Jungs machen hier einen ebenso (verwunderlichen?) „bescheidenen Vorschlag“ von guter Musik. Ob das jetzt auch satirisch gemeint ist (von mir? von ihm?), kann jeder für sich selbst entscheiden, denn alle Songs von „Direct Action Beats Legislation“ kann man sich auf ihrer Homepage anhören. Diesbezüglich mache ich es mir (zugegebenermaßen ziemlich kryptisch und mit vielen Klammern) einfach und halte mich aus Gründen der Befangenheit hier jetzt mal bescheiden zurück…(ist doch okay, oder?) Obnoxious
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MIA SAN DAGENG
(DVD, Aggressive Noise)
Von der Süddeutschen Zeitung in den Himmel gehoben und selbst von der Münchner Abendzeitung gefeiert wurde dieser Streifen. An sich kann das ja dann gar nix sein, bzw. erwartet man dann einen Film über Punkrock in München von irgendwelchen unwissenden und obercoolen Studenten. Stattdessen produzierte ihn das gestandene Team vom Kruzefix-Fanzine Katz und Olli. Dementsprechend lebensnah und echt kommen die Bilder daher und man fragt sich woher diese ganzen Aufnahmen von Ende der Siebziger stammen. Vorher gibt es noch eine geschichtliche Zusammenfassung der Jahre 1815-1976, in denen bewiesen wird, dass die Metropole schon immer der Unruheherd in Bayern war. Der Zeitraum, der beleuchtet wird, geht dann von damals – 1977 – bis quasi gestern. Das Hauptaugenmerk der beiden Regisseure liegt jedoch auf den alten Veteranen wie bspw. Pack, A&P oder Marionetz. Das ist interessant und kurzweilig. Jedoch nur bis zu einem gewissen Punkt, der erreicht ist, wenn die verblassten Helden davon sprechen, wie es heutzutage im Proberaum ist und damit drohen wieder auf die Bühne zurückzukehren. Viel mehr hatte ich mir gewünscht auch von aktuellen Geschehnissen zu hören. Aber trotzdem ist der Film absolut sehenswert und fordert die Hochburgen Berlin, Hamburg, Düsseldorf/Köln geradezu auf, zu dokumentieren wie es um sie stand und steht. Bocky weiterlesen →
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Big Brother sieht schon verdammt viel!
Achtung Achtung… hier geht es auf den ersten Blick um trockene Computernerd Dinge. Leider betrifft das die allermeisten von uns täglich und im privatesten Bereich. Darauf will ich eure Aufmerksamkeit ein bisschen lenken! Schließlich sind wir spätestens seit letztem Sommer ALLE eine terroristische Vereinigung nach 129a.
Computercracks und Linux- User dürfen einfach weiterblättern. weiterlesen →
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Alf Garnett #10
(A5, 116 Seiten, 3 Euro + Porto,
Leider verkündet der gute Alan im Vorwort, dass diese Jubiläumsausgabe auch ziemlich sicher seine letzte sein wird. Etwas ärgerlich, da diese Ausgabe hier ein paar Tage nach dem Redaxende eintrudelt und ich nicht alles habe lesen können. Was sofort ins Auge fällt, ist die Reisewut von ihm und Kompagnon Janosch. Alans jahrelanger Gefährte war in Neuseeland und der Südsee unterwegs und hat dort einige lustige und lesenwerte Situationen erlebt. Der Chief himself blieb in Europa und berichtet sehr ausführlich über sein Auslandssemester in Madrid (inklusive einem Interview mit Guerilla Oi!, die hier ja auch vertreten sind) und seine Sylvester-Reise nach Serbien (hier ein Interview mit The Bayonets). Weiter gibt es beispielsweise Alans genaue Betrachtung zum Film „Skinhead Attitude“, oder besser gesagt er weißt mal auf die krassen Fehler im Film hin. Ebenso ein paar Kolumnen, einen viel zu langen Bericht zum FC Basel und Reviews in abartiger Fülle. So, tut euch mal was Gutes, kauft diese vorerst letzte Nummer und schaut euch um, denn ganz will der Streetpunk-Crack nicht aufhören und in anderen Gazetten weiter schreiben. Bocky
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Den Sampler gibt es für nur 5,- € bei Nix-Gut Records
28 Bands, 28 Songs, 74 Minuten Spielzeit!
Rhein-Neckar Fuck
In Mannheim da ist alles Kack
MVV und Schockinag
Ludwigshafen tolles Nest
alle LU Punks haben die Pest
Heidelbergs schöne Altstadt
Kulturscheiße hab ich satt
RNF du würgst und spuckst
wenn du diesen Scheißdreck guckst
Heppenheimer Autofahrt
‘rein im Auto raus im Sarg
Weinheim, Worms und Mutterstadt
alles einen Schaden hat
Rhein-Neckar, Rhein-Neckar Fuck
(Text / Musik: Rennboot) weiterlesen →
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Was bei dieser Fragerunde heraus kommen sollte wusste ich nicht, als ich auf die glorreiche Idee kam die Londoner zu befragen. Denn ich wollte von Deadline ein Statement zur Oi!-Szene haben. Nur meiner Meinung nach haben die mit Oi! gar nicht mehr so viel am Hut, wie noch zur Zeit ihrer ersten beiden Scheiben. Trotzdem interessierte es mich brennend, wie sie heute zu den Vorkommnissen von damals stehen. Hinzu kam meine positive Haltung ihrer Mucke gegenüber und wissend, dass sie sich eigentlich nie mehr derartige „Untugenden“ erlaubten. So ist ein Interview mit zwei Schwerpunkten entstanden.
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Mittlerweile dürfte es wohl ein Jahr her sein, dass ich den ersten Kontakt mit Contra Records aus Wurzen bei Leipzig bekam. Der lief damals per Email. Der Grund dafür war, dass ich den Mailorder kritisierte, weil ein paar Bands vertickt wurden, die ich nicht gerade toll finde. Die Schreiberei ging ein paar mal hin und her, ich versorgte Soiche mit ein paar Infos und die Tonträger der Bands wurden aus dem Programm genommen. Das fand ich klasse und war begeistert ein paar Jungs aus dem fernen Osten kennengelernt zu haben, die nicht lange fackeln und direkt aktiv werden. Denn bisher war ich Antworten aus dieser Ecke Deutschlands gewohnt, dass ich die Öffnung nach rechts viel zu eng sehen würde. Aber jetzt endlich ein paar Brüder im Geiste! weiterlesen →
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Marc Amann (Hrsg) – go.stop.act! – Die Kunst des kreativen Straßenprotests
(Taschenbuch, Trotzdem Verlag, 229 Seiten, 18 Euro)
Ein Buch wie eine Goldgrube. Zumindest für subversive Elemente, die gerne mal auf die Straße gehen (würden), um dort die ein oder andere witzige Aktion zu starten. Wer darin bisweilen aber noch relativ unerfahren ist, dem gibt der Trotzdem Verlag aus Frankfurt ein unerlässliches Logbuch zur Erlernung der „Kunst des kreativen Straßenprotests“ an die Hand. Marc Amann und Konsorten stellen auf über 200 ausführlichen Seiten die unterschiedlichsten Formen dieser großen und erstrebenswerten Kunst vor. weiterlesen →
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