(Hörspiel, Der Hörverlag, 6 CDs, 357 Minuten, 29,95 Euro)
Es kann so schön sein, wenn man ein kaum einjähriges Kleinkind, das strikt den Nachtschlaf verweigert sein Eigen nennen darf. Das nervt am Anfang sehr, wenn man stundenlang auf der Bettkante sitzt und versucht dieses Kind in den Schlaf zu wiegen. Man wünscht ihm den Teufel an den Hals. Irgendwann kommt man aber so langsam zu der Einsicht, dass das wahrscheinlich auch keine gute Lösung wäre. Also was tun? Erster Ausweg: Stirnlampe auf den Schädel und Buch gezückt. Ist aber unbequem und macht Augenkrebs. Und durch das grelle Licht schläft der Säugling auch nicht wesentlich besser ein. Nur die gefühlte Zeit vergeht schneller. Zweite Lösung: Kabellosen Kopfhörer kaufen und Mucke hören. weiterlesen →
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(CD, HOAX Records)
Aus Punker-Jungs der ersten Stunde sind jetzt größere Punker-Jungens geworden, die eine Phase der Langeweile und Stagnation überwunden haben – genannt die Neunziger. Die Schweden von TV Eye haben seit 1979 Punkrock in verschiedenen Bands gespielt und seit 1998 machen sie gemeinsam Musik. Das klingt dann verteufelt stark nach den Dickies und eben der Zeit, in der die Typen musikalisch sozialisiert wurden, eben 1977. Viel Fun, kurze, schnelle Songs und richtig Spaß macht das auch, aber verdammt, mit 31 Songs ist mir das zu viel, hier hätte ’ne knackige Single gereicht, aber scheinbar haben die Jungs Nachholbedarf. Am besten führt ihr euch die CD in Vier Song-Happen Stück für Stück zu Gemüte. dennisdegenerate
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Folge 482: Zu Gast war Jenny
Songliste: Interpret, Titel, Album
Geld Et Nelt — Jingle
Gruppe 80 — Granatenpogo — Live 2010
Pascow — Wir Glauben An Gar Nichst Und Sind Nur Bier Wegen Der Gewalt — Alles Muss Kaputt Sein
Rasta Knast — Alles Läuft Nach Plan — Tertius Decimus
Alerta! — Kein Verständnis — … jetzt erst recht
Front — Risikofaktor 1:X — Zur Lage Der Automation
Ungunst — Arschgesichter des Todes — Enartete Musik
Kriegsdienstverweigerer — Menschen — Für Uns ist das Punkrock
Nonstop Stereo — Youporn — Wenn Du Loslässt, Erledigt Die Schwerkraft Den Rest
Japanther — River Phoenix — Skuffed Up My Huffy
Geld et Nelt — Pälzer Bu — Intu The Great White IF
Club Déjà-vu — Für immer Astronaut — Für immer Astronaut
Podcast: Play in new window
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(7“, Rookie Records)
Huh, The Schogettes, die achtköpfige nahezu All-Girl-Soul-Band aus Mannheim macht etwas, was schon lange niemand mehr gewagt hat: Zwei 7“es auf einmal rausbringen. Und das auch noch auf dem selben Label. Respekt und Hochachtung. Zu wenig Material für einen Longplayer? Ja, sogar für eine stilvolle 10“ hat es nicht gereicht. Alles auf eine Single zu pressen wäre aber auch zu überladen gewesen. Eine Doppel-7“ ist scheiße, also zwei kleine Siebener. Irgendwie schon cool Shit. Der Reihe nach: Die selbstbetitelte Single weist mit „Move Something“ und „Girl Stand Next To Your Man“ zwei Songs auf, von denen mich vor allem der letzte überzeugt. Von Soul hab ich so was von überhaupt keine Ahnung, dass ich das jetzt genauer beschreiben könnte, aber bei der B-Seite ist einfach mehr Drive dahinter. „Move Something“ ist zwar etwas langsamer, aber auch etwas smoothiger, mehr „unter die hautiger“. Die 7“ kommt in einer stylischen Cover-Cover-Version von Blondies „Parallel Lines“-Album. Also so schwarzweiß-gestreift mit der Band davor und Blondie ist Blacky und ein Typ. Das weiße Vinyl gibt mir den Rest, um mich als Fan outen zu müssen. Beide Songs sind übrigens Eigengewächse der Schogettes. Die zweite Single „Chin Up“ schlägt in die selbe Kerbe und kann von mir eigentlich auch nur empfohlen werden. weiterlesen →
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Nur 150 Karten am 25.10.2010
Zusätzlich zu ihren zwei Auftritten im Rahmen der Vans Off The Wall Tour (23.10. Berlin, 24.10. Münster) werden die amerikanischen Polit-Punkrocker Anti-Flag am 25.10.2010 einen Auftritt im Exhaus in Trier spielen, der auf doppelte Weise besonders ist:
Einerseits kehrt das Quartett aus Pittsburgh mit diesem kurzfristig angesetzten Gig zu ihren Do-It-Yourself Wurzeln zurück (ganz bewußt wurde der lediglich 150 Leute fassende „Schimmelkeller“ als Location gewählt), um im direkten Fankontakt eine kleinstmögliche Location zu rocken. weiterlesen →
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(CD, Hulk Räckorz)
Wenn etwas wie die Faust auf’s Auge passt, dann diese Band auf eben dieses Label. Fratz, hier hast du dir eine kleine unschuldige Sahnetorte an Bord gezerrt! Die vier Savants spielen Melodypunk mit Ohrwurmcharakter der so auch in den Neunzigern auf Fat Wreck hätte erscheinen können. NOFX haben sicher auch einen prägenden Einfluss hinterlassen. Die Band spielt seit 2007 in der Besetzung und hat sich u.a. eine Fan-Base in Russland aufgebaut, dort spielen sie scheinbar regelmäßig auf größeren Festivals und werden, wie auf den Tour-Bildern zu sehen ist, offensichtlich ziemlich abgefeiert. Zu Recht, geht mir so arg heiterer Kram auch nicht immer so gut rein, aber die Savants schaffen es durch die Bank zu unterhalten. Einziger Kritikpunkt ist vielleicht das etwas naive Artwork mit der hässlichen Fliege und na ja, eins noch, macht nicht noch mehr Fässer auf, der poppige Punkrock mit loser Folknote steht euch gut zu Gesicht. Dennisdegenerate
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NIGHT FEVER: Kopenhagen Hardcore in die Fresse. Macht euch auf was gefasst
www.myspace.com/nightfever
HJERTESTOP: geilster K-Town Punkrock. Schon 2 mal im Juz gewesen, der absolute Kracher.
www.myspace.com/hjertestop
LIBERTY MADNESS: saugeiler HC/Punk aus der Region.
www.myspace.com/libertymadness
Weitere Infos: Youthagainsteverything
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Prinzessin Halts Maul ist eine neue Band aus dem schönen Saarland. Die Band besteht aus Measy (ex-Die Rote Suzuki) am Gesang und ehemaligen Mitgliedern von Superhorst. Stilistisch handelt es sich um einen “verspielten” Mix verschiedener Genres – Punkrock mit Herzblut, Schweiß und Konfetti.
Die Band hat kürzlich unter der Regie von Björn Möhlendick (Telemark, Jamie Clarkes Perfect) 4 Songs aufgenommen, die auf einer Debut 7inch veröffentlicht werden.
Für diese Veröffentlichung sucht die Prinzessin noch ein Label. Interessenten können sich per Email melden: diekleineidee@revolverstyle.de
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(Taschenbuch, Iron Pages, 248 Seiten, 19,90 Euro)
Jeff Turner, der Sänger von den Cockney Rejects, zieht vom Leder. Vom eigenen Leder. Er, der als Jeff Geggus geboren wurde und sich irgendwann den Namen Stinky Turner gab, veröffentlicht hier unter dem Hybrid-Namen Jeff Turner seine Autobiographie. Und irgendwie hat man auch den Eindruck, dass es sich um so eine Art Befreiungsschlag handelt, sozusagen um mit sich selbst mal ins Reine zu kommen. Keine Ahnung, ob das stimmt. Jedenfalls fasst Stinky Jeff Geggus Turner auf knapp 250 Seiten sein bisheriges Leben zusammen. Angefangen bei seinen griechischen Vorfahren, seiner Kindheit und Jugend im Ost-Londoner Stadtteil Custom House, wo umringt von Klein-, Mittel- und Großkriminellen noch das Gesetz der Straße gilt.
Wir erfahren einiges über seine kurze Karriere als viel versprechender Nachwuchs-Boxer und über seine Punk-Sozialisation. Und wir erfahren ganz viel über den Aufstieg und Fall seiner Band Cockney Rejects, über die Hooligans von damals und ganz besonders über die berüchtigte Inter City Firm (West Ham-Hooligans), deren Mitglieder einen ansehnlichen Teil des Rejects-Gefolges ausmachte und der Band damit eine ziemliche Schlagkraft verlieh. weiterlesen →
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